| Brände an Verkehrsmitteln |
Informationen zu Bränden an Verkehrsmitteln sowohl mit Benzin / Diesel angetrieben als auch durch Gas angetrieben
Brände an VerkehrsmittelnAuf Grund der unzahl von verschiedenen Verkehrsmitteln liegt in diesem Artikel der Schwerpunkt auf dem PKW als Verkehrsmittel.
Mögliche Zündquellen Wie kann es zu einem PKW-Brand kommen? Grundsätzlich kann in mechanisch erzeugte Zündenergien (z. B. Reibungswärme beim Reifenbrand), thermische Zündquellen (z. B. heißer Auspuff), elektrische Zündquellen (z. B. Kurzschluss durch beschädigte Isolationen) und Brandstiftung unterschieden werden. EinsatzgrundsätzeVor allem beim Bruch einer Benzinleitung oder beim Aufplatzen eines Treibstofftanks herrscht höchste Alarmstufe. Bei Zündung kann es nämlich zu einem starken Initialbrand kommen, der meist nicht mehr gelöscht werden kann. In diesem Fall muss daher sofort der Brandschutz sichergestellt werden. Am besten durch Abdeckung des freigesetzten Treibstoffs mit einer Schaumdecke bzw. einem emulgierenden Löschmittel. Dazu können Handfeuerlöscher bzw. kleine Löschaggregate dienen, wie sie in zunehmendem Maße in Voraus- und Kleinrüstfahrzeugen verwendet werden. Im Falle einer Benzinfreisetzung sind also alle Zündquellen penibelst zu vermeiden. Man bedenke: Das Rauchen eines geschockten Unfallopfers kann leicht zu einem Himmelfahrtskommando für alle Anwesenden werden. Da nach einem Autocrash vor allem die Gefahr eines elektrischen Zündfunkens durch die bordeigene Elektroanlage nicht ausgeschlossen werden kann, muss als erstes die Batterie abgeklemmt werden. Dieses muss daher eine automatische Sicherungsmaßnahme bei jedem Einsatz sein! Wie steht es aber mit der Gefahr einer Explosion? Abgesehen von Sprengexplosionen, welche höchstens beim Transport von Sprengmitteln in Fahrzeugen auftreten können (großes Problem!), ist theoretisch noch eine Raumexplosion denkbar. Diese tritt bei der Zündung eines vorhandenen Gas(Dampf)-Luft-Gemisches auf, was insbesondere bei gasbetriebenen Fahrzeugen zu Problemen führen könnte. Die Nutzung von Flüssiggas als Antriebsenergie ist eine Technologie von gestern, dieser Aspekt wird jedoch durch die zunehmende Verwendung von Erdgas als Energieträger beim Antrieb von Stadtautobussen und Personenkraftfahrzeugen bedeutsam. In der Praxis kann es bei ausgedehnten Autobränden allerdings auch zu einem Behälterzerknall (vor allem des Reserve-Benzinkanisters und ev. an Bord befindlicher Druckgaspackungen ( z.b. Feuerlöscher) sowie Öldruckfedern etc.) kommen. Da es sich dabei in der Regel um einen ausgewachsenen Vollbrand handelt, ist die zu erwartende zusätzliche Stichflammenbildung eher zu vernachlässigen. Auch bei Platzen bzw. Abschmelzen eines Benzin-Kunststofftanks ist mit einer Flammenausbreitung, aber nicht mit Feuerbällen - á la James Bond - zu rechnen. Anders ist es bei gasgetriebenen Fahrzeugen. Hier ist in den Tanks ein Überdruckventil eingebaut, damit es nicht zu einem Behälterzerknall kommen kann. Über dieses Ventil wird das Gas bei zu hohem Druck abgeblasen. Dieses wird dann ähnlich einer Gasfackel abbrennen. Hierzu ein Artikel aus dem Schweizer Tagesanzeiger vom 08.02.05.: " Ein Crash und Feuertest des ADAC zeigt: in Punkto Sicherheit sind Erdgasautos Benzinern ebenbürtig. Ein Frontal-Crash ist mit einem erdgasbetriebenen Opel Zafira nicht gefährlicher als mit einem Diesel oder Benziner des gleichen Typs. Das ergab ein Crash-Test des ADAC nach dem bekannten Euro-NCAP-Schema. Der Testwagen erreichte 9 von 16 Punkten, lediglich 1 Punkt weniger als der Benziner. Beim Seiten-Crash erreichten beide Versionen das Maximum von 16 Punkten. Allerdings steigt das Verletzungsrisiko der Insassen durch das höhere Gewicht der Erdgasausstattung und der damit verbundenen grösseren Deformation der Fahrgastzelle leicht an. Insbesondere im Aufprallbereich der Knie für Fahrer und Beifahrer zeigen sich etwas höhere Belastungen. Der Test zeigte auch, dass die weit verbreiteten Ängste vor einer unfallbedingten Gasexplosion völlig unbegründet sind: Trotz eines Aufpralls mit Tempo 64 km/h wurde das gesamte Gassystem nicht beschädigt. Die vier am Fahrzeugboden auf beiden Seiten der Hinterachse angebrachten Gasflaschen sind durch einen robusten Metallkäfig optimal geschützt. Auch das Leitungssystem blieb völlig unbeschädigt; die Leitungen sind so flexibel konstruiert, dass sie bei einer Kollision zerstörungsfrei verbogen werden. Sicherheitssysteme funktionieren Anhand einer mit Stickstoff durchgeführten Dichtheitsprüfung konnten die Tester vom ADAC auch nachweisen, dass sämtliche Leitungen und Verbindungsstücke durch die Aktivierung elektromagnetischer Absperrventile dicht hielten. Auch der Druckminderer, der durch die Verschiebung des Motorblocks deformiert wurde, blieb intakt. Doch der ADAC liess es nicht beim Crash-Test bewenden. Unfälle mit Brandentwicklung sind zwar äusserst selten, aber dennoch wurde der Opel Zafira CNG auch in Brand gesetzt – und zwar mit prall gefüllten Gastanks. Die Löschdienste standen in Bereitschaft, mussten aber nicht eingreifen: Die Explosion blieb aus, alle Sicherheitssysteme funktionierten. Das Gas konnte kontrolliert entweichen und abbrennen, und es kam nicht zu einer gefährlichen Erhöhung des Drucks in den Tanks. Zu keiner Zeit bestand ein Explosionsrisiko.“ Was bringt die ZukunftDie Zukunft wird vor allem auf dem Fahrzeugsektor einige Neuerungen bringen. Einerseits werden bereits jetzt immer mehr Leichtmetalle, vor allem Magnesium- und Aluminium-Legierungen, verwendet. Dies kann zu einem gefährlichen Metallbrand und beim Löschen mit Wasser zu Freisetzung von Wasserstoffgas führen. Auch die als Zukunftsenergie stark in Diskussion stehende Wasserstofftechnologie könnte in Personenkraftwagen eingesetzt werden. Dabei müsste tiefgekühlter, verflüssigter Wasserstoff in einem Behälter verwendet werden, was im Ernstfall sicher Probleme bringen würde. Hinweise zu Einsätzen an ErdgasfahrzeugenWas tun bei Erdgasfahrzeugen – wenn Störungen, Brand oder Gasgeruch gemeldet wird? Die erforderlichen Maßnahmen bei Gasaustritt richten sich danach, ob Erdgas im Freien, im Auto oder in Gebäuden, brennend oder nicht brennend, austritt. Die Vorgehensweise ergibt sich aus der jeweiligen Situation. Unkontrollierter Gasaustritt am Erdgasfahrzeug – nicht brennend
Gasaustritt am Erdgasfahrzeug – brennend Da der überwiegende Teil der Erdgasfahrzeuge bivalent ist und Benzin mit sich führt, sind die Sicherheitsanforderungen für Benzinfahrzeuge mit zu beachten!
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